lemna minor (kleine wasserlinse)
lemna minor ist umgangssprachlich als kleine wasserlinse oder entengrütze bekannt. sie ist auch bei uns wild wachsend anzutreffen und eignet sich für die kultur im kalt- und warmwasserbecken.

wenn die bedingungen stimmen, kann lemna minor schnell die wasseroberfläche zuwuchern. die darunter wachsenden pflanzen erhalten dann nur noch wenig licht und können verkümmern. wer das nicht möchte, sollte neu gekaufte pflanzen sehr gut auf etwaige anhaftungen der kleinen wasserlinse untersuchen. oder man kombiniert sie mit schattenverträglichen pflanzen, wie z. b. dem kleinen speerblatt.
lemna minor (kleine wasserlinse) im aquarium
- licht: mittel bis sehr hell
- temperatur: 0-30 grad
- wasser: weich bis hart
für das gute gedeihen von lemna minor ist nährstoffreiches wasser nötig. ich hatte ein paar exemplare in einem eher spärlich eingerichteten becken, ohne tierbesatz. der bestand blieb mit ca. fünf bis zehn exemplaren über zwei jahre konstant, bis ich begann, wasserschnecken darin zu halten und diese regelmäßig zu füttern. seitdem ist das zwei- bis dreiwöchentliche absammeln angesagt.
das klingt allerdings schlimmer als es ist, ich fahre da zwei- bis dreimal mit dem kescher über die wasseroberfläche und reduziere den bestand auf ca. ein drittel. das dauert nichtmal zwei minuten.
die kleine wasserlinse kann sich aber auch positiv auf das mikroklima in einem aquarium auswirken, sie filtert nämlich nährstoffe aus dem wasser und entzieht somit den algen die lebensgrundlage.
die kultur im einmachglas hat bei mir nicht funktioniert. trotz regelmäßiger düngergaben (eisenbasiert), sind die pflanzen nach einiger zeit abgestorben. das ein nährstoffmangel vorliegt, kann man an der farbe der blätter erkennen, die immer heller werden und sich leicht gelb färben. anschließend stirbt die pflanze.

unterernährte und bereits abgestorbene wasserlinsen.
vermehrung
um die vermehrung von lemna minor muss man sich nicht kümmern, das macht sie von ganz alleine. zumeist geschieht es vegetativ (ungeschlechtlich), d. h., durch ausläufer, die sich nach einiger zeit von der mutterpflanze trennen.

sie ist aber auch in der lage, sich geschlechtlich (generativ) fortzupflanzen. das ausbilden von blüten konnte ich aber leider trotz langjähriger kultur noch nicht beobachten.